So vermeiden Sie überhöhte Kaufpreise

Die wichtigsten Tipps für einen sicheren und fairen Immobilienkauf

Der Immobilienmarkt ist dynamisch – vor allem in gefragten Regionen wie Hessen, rund um Frankfurt, Gießen oder Mittelhessen.
Viele Käufer stehen unter Druck, weil Objekte knapp sind und Besichtigungen oft im Schnellverfahren ablaufen.

Doch genau das führt dazu, dass immer häufiger überhöhte Kaufpreise gezahlt werden. Der Grund:
Fehlende Marktkenntnis, unklare Bausubstanz, unvollständige Unterlagen und der Wunsch, schnell zuzuschlagen.

Wie vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen?
In diesem Artikel zeigen wir die wichtigsten Punkte, um realistische Preise zu erkennen, Risiken zu vermeiden und sicher zu kaufen.

Verlassen Sie sich nicht auf Angebotspreise

Viele Käufer glauben, dass der Angebotspreis eines Maklers oder Verkäufers schon ungefähr dem tatsächlichen Marktwert entspricht.
Das ist jedoch selten der Fall.

Angebotspreise sind oft:

  • strategisch gesetzt,
  • überhöht, um Verhandlungsspielraum zu haben,
  • emotional beeinflusst,
  • oder spiegeln Einzelmeinungen wider, nicht den Markt.

Wichtig: Der Angebotspreis ist nicht der Marktwert.
Der Marktwert ergibt sich erst aus einer professionellen Bewertung und der Analyse vergleichbarer Objekte.

Prüfen Sie die Bausubstanz – nicht nur die Optik

Viele Mängel sind beim ersten Rundgang nicht sichtbar:

  • feuchte Keller
  • Risse im Mauerwerk
  • defekte Elektrik
  • veraltete Heizungen
  • marode Dämmung
  • schlechte energetische Werte
  • Dachschäden
  • fehlende Abdichtungen

Ein Objekt, das „gut aussieht“, kann massive verdeckte Mängel haben – und diese können den Wert deutlich mindern.

Ein unabhängiger Sachverständiger erkennt solche Punkte in der Regel sofort und beziffert den tatsächlichen Zustand.

Berücksichtigen Sie den Modernisierungsbedarf

Selbst wenn eine Immobilie auf den ersten Blick gepflegt wirkt, entspricht sie oft nicht dem heutigen Standard.
Das betrifft besonders:

  • Badezimmer älter als 20 Jahre
  • Fenster älter als 25 Jahre
  • Dächer älter als 30 Jahre
  • Heizungen vor 1990 (oft austauschpflichtig)
  • fehlende Dämmung
  • unsanierte Fassaden

Schon wenige dieser Punkte können zehntausende Euro an Modernisierungskosten verursachen.

Viele Käufer vergleichen Immobilien „wie gesehen“ – ohne diese Kosten realistisch einzupreisen.
Dadurch erscheinen viele Objekte teurer, als sie tatsächlich wert sind.

Prüfen Sie die Flächenangaben

Falsche Wohnflächenangaben gehören zu den häufigsten Gründen für Preisüberzahlungen.
1 m² Wohnfläche kann – je nach Lage – 5.000 € bis 8.000 € Kaufpreis bedeuten.

Fehlerquellen:

  • Balkone falsch gewertet
  • Dachschrägen nicht berücksichtigt
  • Kellerflächen fälschlich als Wohnfläche angegeben
  • nicht genehmigte Räume
  • Rundungsfehler

Eine professionelle Wohnflächenberechnung nach WoFlV oder DIN 277 schafft Klarheit – und schützt Sie vor überteuerten Angeboten.

Fordern Sie vollständige Unterlagen an

Fehlende Unterlagen sind ein Warnsignal.
Käufer sollten immer folgende Dokumente verlangen (oder selbst beschaffen lassen):

  • Grundrisse
  • Wohnflächenberechnung
  • Energieausweis
  • Baubeschreibung
  • Bauakte / Genehmigungen
  • Grundbuchauszug
  • Protokolle der Eigentümerversammlung (bei WEG)
  • Wirtschaftsplan / Rücklagenstand
  • ggf. Mietverträge

Achtung:
Verkäufer präsentieren oft unvollständige Unterlagen – nicht unbedingt absichtlich, aber mit erheblichen Folgen für den Käufer.

Fehlen Dokumente, sollte der Preis nicht bewertet werden, bevor Klarheit herrscht.

Lassen Sie eine unabhängige Objektprüfung durchführen

Eine Objektprüfung ist der effektivste Schutz vor überhöhten Preisen.
Ein zertifizierter Sachverständiger erkennt:

  • Mängel, die den Wert mindern
  • Risiken und Folgekosten
  • überzogene Angebotspreise
  • fehlende Unterlagen
  • rechtliche Besonderheiten
  • Modernisierungsbedarf

Auf Wunsch kann zusätzlich eine Wertindikation nach ImmoWertV erstellt werden.

Eine neutrale Fachperson arbeitet ausschließlich in Ihrem Interesse – im Gegensatz zu Verkäufern oder Maklern.

Nutzen Sie die Erkenntnisse für Preisverhandlungen

Wenn Sie eine Objektprüfung durchführen lassen, haben Sie eine professionelle Grundlage für Preisgespräche.

Typische Verhandlungspunkte:

  • notwendige Modernisierung → Preisreduzierung
  • falsche Flächenangaben → rechnerischer Abzug
  • fehlende Unterlagen → Unsicherheiten einpreisen
  • Reparaturstau → Abschlag begründen
  • energetischer Standard → Kosten der Sanierung berücksichtigen

Viele Käufer sparen mit einer objektiven Prüfung 5–15 % des Kaufpreises – oft weit mehr als die Kosten der Prüfung selbst.

Fazit: Sicher kaufen, realistisch bezahlen

Ein Immobilienkauf sollte immer auf Fakten und klaren Analysen beruhen – nicht auf Emotionen oder Zeitdruck.
Mit einer professionellen Objektprüfung und der richtigen Vorbereitung vermeiden Sie überhöhte Preise und treffen eine fundierte Entscheidung.

Ein unabhängiger Sachverständiger schützt Sie vor Risiken, hilft bei der Preisfindung und schafft die Sicherheit, die gerade beim Immobilienkauf entscheidend ist.

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